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20. März 2012

Giovanni Pacinis Oper "Maria Tudor" begeistert in Gießen

Quelle: Screenshot Internetseite des Stadtheaters Gießen

Ich war noch nicht da, aber alle Belcantoliebhaber überschlagen sich in ihrer Begeisterung für die Oper "Maria Tudor" von Giovanni Pacini, die am 17. März 2012 am Stadttheater Gießen Premiere hatte.

Hier eine Kritik im Online Musik Magazin mit der Überschrift "Schauerromantik im Belcanto" und dem Fazit:
"Diese Ausgrabung in Gießen sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen, weil die musikalische Leistung ebenso überzeugt wie die szenische Umsetzung. (Weitere Termine: 29. März 2012, 8. und 28. April 2012 und 5. und 17. Mai 2012)"

Auch im folgenden Podcast von hr2 kann man sich auf die Oper einstimmen:
(Zum Start des Audios 8:25 min auf das Dreieck klicken)


Quelle: "Maria Tudor" in Gießen

Weitere Pressestimmen sind auf der Maria-Tudor-Seite des Stadttheaters Gießen zu finden, dort auch ein Info, Termine/Karten und eine Fotogalerie zum Stück

6. November 2008

Neu auf CD und DVD (Teil 1)


CD Joyce DiDonato
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Händel-Arien aus Xerxes, Teseo, Giulio Cesare, Admeto, Hercules, Imeneo, Ariodante und Amadigi
Ausführliches Video zur CD „Furore“ bei
http://www.youtube.com/watch?v=T_KAnTzIRNE
CD Robert Crowe
Growe-CD

Der Amerikaner Robert Crowe gehört zu den ganz wenigen "Male Sopranos", die an die Aufführungspraxis des Barock anknüpfen, als es Frauen gänzlich untersagt war, in Kirchenräumen singend ihre Stimme zu erheben…..

http://www.br-online.de/bayern4klassik/cd-tipps/klassik-cd-carissimi-motetten-robert-crowe-ID1208268327709.xml
s. auch http://www.robertcrowe.com/

Gluck - Orphée et Euridice - Radio Canada 1961
Gluck - Orphée et Euridice - Radio Canada 1961
Mayr - David in spelunca Engaddi
Mayr - David in spelunca Engaddi
Pacini - Alessandro nell'Indie
Pacini - Alessandro nell'Indie
Florez CD
Arien & Duette von Bellini, Donizetti, Rossini
Juan Diego Florez, Anna Netrebko, Mariusz Kwiecien, Patricia Ciofi
Comunitat Valenciana Orchestra, Daniel Oren


kermes

Der Mozart-Zeitgenosse Joseph Martin Kraus wird längst nicht mehr als »Kleinmeister« gehandelt. Dass seine faszinierenden Solodramen en miniature aber bislang kaum beachtet wurden, dürfte seinen Grund in den halsbrecherischen Schwierigkeiten haben, mit denen Kraus diese Werke nur so gespickt hat. Er komponierte sie nämlich in seiner Eigenschaft als schwedischer Hofkomponist für die dortige Primadonna Fru Augusti, deren Stärke atemberaubende Koloraturen in Schwindel erregender Höhe waren. Simone Kermes steht ihrer berühmten Vorgängerin dabei in nichts nach. Ihre Virtuosität und Musikalität machen aus diesen vergessenen Kantaten musikalische Juwelen. (Textübernahme von jpc)

Turco Pesaro

CD: Rossini "Il turco in Italia"
(Pesaro 2007)

tell




italiana

DVD: Rossini
"L'italiana in Algeri"
(Aix-en-Provence 2006)

opera fanatic


DVD: OPERA FANATIC - A film by Jan Schmidt-Garre Featuring: Anita Cerquetti, Iris Adami Corradetti, Leyla Gencer, Fedora Barbieri, Marcella Pobbe, Giulietta Simionato, Magda Olivero, Carla Gavazzi, Gina Cigna, Gigliola Frazzoni, - Stefan Zucker

"We are living in an era of Barbie doll opera singers who look good and move well but lack expressiveness. What we need are singers with hair under their arms." (Stefan Zucker)


Bianca e Fernando

CD: Bellini "Bianca e Fernando"
Live-Mitschnitt vom Bellini-Festival
Catania 1991 - mit Gregory Kunde



inganno

CD: Rossini "L'inganno felice"
(Bad Wildbad 1. Juli 2005)




donna

CD: Rossini "La donna del lago"
(Bad Wildbad, November 2006)


gazza

DVD: Rossini "La gazza ladra"
(Pesaro 2007)




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"La Cenerentola" von den
Salzburger Festspielen 1988

Nicht neu, aber eine schöne Erinnerung an die
"Cenerentola" in Bremen in der Inszenierung von Michael Hampe





camb Cambiale CD

DVD / CD: Rossini
"La cambiale di matrimonio"
(
Pesaro 2006)

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CD: Max Emanuel Cencic singt Rossini-Arien
Mehr zur CD im Forum Opéra

Angriff der Unkastrierten
Von Kai Luehrs-Kaiser
Die Stimme des Countertenors Max Emanuel Cencic wird selbst von Stimmkennern für die einer Frau gehalten. Auf seinem neuen Solo-Album mit Rossini-Arien versucht er, Männerrollen zurückzuerobern, die sonst wirklich mit Damen besetzt werden…
... mehr unter www.spiegel.de/kultur

Hier ein Videolink zu Youtube:
Max Emanuel Cencic singt die Arie des Arsace aus “Semiramide”



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DVD: Rossini, La pietra del paragone (Paris 2007)
mehr in MusicWeb INTERNATIONAL





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Madrid 2007:
Dirigiert von Alberto Zedda -
Inszenierung von Pizzi aus Pesaro

Sämtliche CD/DVD-Tipps sind unter der Rubrik CD/DVD zu finden

Ein umfassendes Angebot an Opern auf CD und DVD - auch mit Hörproben - gibt es bei http://www.jpc.de/

23. Juli 2008

PACINI bei "ROSSINI IN WILDBAD 2008"

Erste öffentliche Aufführung der Oper "Don Giovanni – Il convitato di pietra" - Der Steinerne Gast - von Giovanni Pacini

Giovanni Pacini (1796 in Catania geboren, 1867 in Pescia gestorben), ein Zeitgenosse Rossinis und nur wenige Jahre jünger als dieser, schrieb im Jahre 1832 für einige seiner Verwandten und Freunde die Musik zu einer kleinen Oper, einer „Farsa“, die nach ihrer privaten Uraufführung in der Sommerresidenz des Freundes und Gönners Belluomini in Viareggio in der Versenkung verschwand und nun erstmalig wieder in Bad Wildbad aufgeführt wurde. Giovanni Pacini war mit über 80 Opern einer der produktivsten Komponisten der Belcanto-Ära, und es verwundert daher nicht, dass er imstande war, zum Geburtstag seines Vaters eine Oper zu komponieren, die dann auch aufgeführt wurde! „Ihr wollt eine Oper?“ könnte er gefragt haben, „machen wir uns doch eine!“ Und Pacini wählt den Don-Giovanni-Stoff und besetzt die Rollen mit Mitgliedern und Freunden der Familie und dies nach Meinung der Regisseurin Anke Rauthmann nicht ohne Hintergedanken! Der Vater, das stolze Familienoberhaupt, muss den Diener spielen, während Pacinis Bruder die Rolle des Don Giovanni übernimmt. "Der Vater beginnt zu ahnen, dass sein Sohn mit diesem Don Giovanni-Spiel ein Exempel statuieren will, um ihn, den Patriarchen, an seinem Geburtstag als einen alten Don Juan zu entlarven."

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Das kleine Kurtheater ist fast vollständig renoviert und die große Mühe, die sich Förderkreis und Sponsoren gemacht haben, hat sich gelohnt. Das Kurtheater strahlt in neuem Glanz, insbesondere die Deckenmalerei in roten und grauen Farbtönen bezaubert. Das kleine Werk über den Verführer Don Giovanni, der wie bei Mozart am Ende vom Steinernen Gast die gerechte Strafe erhält und sein Leben aushaucht, stellte für mich die gelungenste Inszenierung des diesjährigen Festivals dar, auch wenn die Bedeutung des kleinen Werks bei weitem nicht an die einer „großen Oper“ heranreicht. Die Bühne, geschaffen von Britta Blanke, wurde beherrscht von einer schrägen, wie ein Bild gerahmten und mit einer goldglänzenden Girlande geschmückten Fensterfront mit Lamellen und Tür in der Mitte. Davor ein riesiger Tisch mit weißer Tischdecke, der ab und zu unauffällig beiseite geschoben wurde, um Raum zu schaffen. Ein Bühnenbild von großer, klassischer „clarté“. Dieses großartige, schlichte Bühnenbild ließ sich übrigens hervorragend für den musikalischen Pappataci-Spaß und „Tenor/Bass-Sängerwettstreit“ verwenden, der anderntags hier stattfand.

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Öffnen sich die Lamellen dieser „Fenstertür“ im „Don Giovanni“ dann und wann ein wenig, so wird der voyeurhafte Blick auf ein ansonsten verborgenes Innenleben der Protagonisten ermöglicht, die insgeheim ihren triebhaften Neigungen nachgehen, während im Vordergrund die Etikette gewahrt bleibt. So tanzt die Hochzeitsgesellschaft zusammen mit Masetto und Zerlina, wie es Brauch ist, Donna Anna räkelt sich sinnlich, während gleichzeitig nicht nur Don Giovanni, sondern auch alle anderen Mannsbilder bis auf den treuen Masetto hinter dem Rücken der anderen „Jagd“ auf alles machen, das einen Rock trägt. Und diese zweite Realität einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft wird nicht platt ausgewalzt, sondern nur in kurzen Sequenzen erhellt und ans Licht gezerrt – während vorne, wie gesagt, die Contenance gewahrt bleibt.

Ein Mozart-Vergleich verbietet sich. Bei Pacini geht es „nur“ um die Unterhaltung seiner musikalischen Sänger- und Komponistenfamilie. Das spaßige Element, das auch Mozart in der Figur des Leporello eingebaut hat, wird ausgewalzt. Dennoch waren sich alle Besucher einig: Es gab herrliche Musik zu erleben, eine typische Belcanto-Oper aus der Rossini-Zeit.

Leonardo Cortellazzi verkörperte einen lässigen Don Giovanni voller Charme und Grazie in Stimme und Auftreten. Dämonie sucht man vergebens, fast empfindet man Mitleid mit seinem Ende. In Erinnerung bleibt seine klangvolle Tenor-Stimme. Was er vermag, zeigte sich übrigens auch deutlich bei der Pappataci-Aufführung am folgenden Tag und ganz besonders ließ sein intensiver Auftritt als Gondoliere in der Wildbader Otello-Produktion aufhorchen. Michael meint übrigens, dass „Una furtiva lacrima“, anderntags von Cortellazzi bei „Pappataci“ gesungen, zu den zwei besten Live-Darbietungen dieser berühmten Donizetti-Arie seines Lebens gehört – und Michael versteht etwas von Stimmen!

Donn` Anna wurde von Geraldine Chauvet gesungen, ein traumhaft weicher glutvoller Alt! Zinovia-Maria Zafeiriadou gab die Zerlina, als Masetto und Commendatore überzeugte Ugo Guagliardo, Giulio Mastrotataro als Ficcanaso (bei Mozart Leporello) belebte als gebeutelter Diener und glänzte wie bei Mozart ebenfalls in einer witzigen „Registerarie“.

Eine nicht unbedeutende Rolle spielten die Tanzszenen. Sie vermochten mit einer innovativen Gebärdensprache und schlangengleichen Körperbewegungen die Absicht der Regisseurin zu verdeutlichen, dass es in dieser „Familiengeschichte“ um mehr als bloße Unterhaltung geht. Es traten auf: Kornelia Gocalek/ Hausmädchen, Krankenschwester, sowie Patrick Wurzel als Hausdiener. Kornelia Gocalek hat bereits mehrfach mit Anke Rauthmann, der Regisseurin des Wildbader Don Giovanni, zusammengearbeitet. Ich wünschte, beide hätten noch oft die Gelegenheit, ihr Können in Operninszenierungen zu zeigen.

Mit Rhythmus im Blut wiederum der Chor: Philharmonischer Chor Transilvania Cluj. Die musikalische Leitung oblag Daniele Ferrari, es musizierte das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim.

Autorin: Astrid Fricke, Mitwirkung esg; besuchte Vorstellung im Kurtheater Bad Wildbad am 18. Juli 2008.