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26. August 2010

Don Simone und seine Makkaroni

Der folgende Beitrag wurde für das Programmheft zu Pietro Generalis "Adelina" bei "Rossini in Wildbad" 2010 verfasst, musste aber aus Platzgründen entfallen. Ersatzweise publizieren wir den Beitrag - mit freundlicher Zustimmung des Autors - an dieser Stelle.

Falsus est - Arie des Simone

Als nach dem Ende der Antike sich die Volkssprachen herausbildeten, verlor das Latein seinen Status als Muttersprache. Im Mittelalter wurde es vorrangig als Gelehrtensprache benützt, insbesondere um eine übergreifende Kommunikation im mittlerweile polyglotten Europa zu ermöglichen (als sog. Vater- oder Dachsprache). Dabei hatten natürlich vor allem der Klerus und die Gelehrten den meisten Anteil. Im mündlichen Gebrauch veränderte und vereinfachte sich das mittelalterliche Latein und näherte sich teilweise dem Vokabular und der Grammatik der jeweiligen Volkssprachen an. Als Gegenströmung entwickelte sich in der frühen Neuzeit, von Italien ausgehend, der Humanismus, der wiederum ein klassisches, an den römischen Vorbildern orientiertes Latein im Stile Ciceros oder Caesars propagierte. In der Literatur wie auch in Gelehrtenkreisen strebte man nunmehr nach Klassizität. Daneben freilich lebte auch das Mittellatein in der Kirche und im Rechtswesen weiter; es wurde allerdings als grobes Latein von den Humanisten verspottet und bekam zahlreiche derogative Bezeichnungen (latino maccheronico, Makkaronilatein, Küchenlatein, dog Latin, mock Latin usw.). Charakteristisch dafür ist die häufige Sprachmischung von muttersprachlichen und grammatisch oft unkorrekten lateinischen Einsprengseln. Dieses vulgarisierte Latein-Potpourri war oft Ziel und Gegenstand der Satire und findet sich in zahlreichen literarischen Denkmälern (am berühmtesten sind die Dunkelmännerbriefe und Teofilo Folengos Opus macaronicum).

Insbesondere im Theater hat das bewusst falsche, mit modernen Elementen gemischte Latein eine lange Tradition, so etwa in der Commedia dell’arte bei den Vecchi-Figuren bis hin zur Volksposse des 19. Jahrhunderts (z.B. Nestroys Lumpazivagabundus). In diesem Kontext legt auch Gaetano Rossi im Libretto seines Melodramma sentimentale Adelina (1810) dem pseudogelehrten, aber lebenspraktischen Schulmeister Simone als Buffofigur immer wieder lateinische bzw. pseudolateinische Floskeln in den Mund, um damit einen komischen Effekt zu erzielen. Das Publikum seiner Zeit konnte mit Sicherheit die oft arg entstellten, ungrammatischen Zitate, Sprichwörter und Redewendungen dechiffrieren und sich über die Unwissenheit und mangelnden Lateinkenntnisse der vermeintlichen Autoritätsperson amüsieren.

Das fängt schon damit an, dass er zu Beginn nicht gleich in materibus eintreten will, sondern seine Liebe zum leiblichen Wohl gleichsam konjugiert (amo, amas di mangiar) und ins Lateinische transponiert (il manducamus). Bei der Begrüßung von Varner sagt er si tu vales, vale, valeo und meint damit die römische Begrüßungsformel si vales, bene est, ego quidem valeo (wenn es dir gut geht, ist es gut, mir jedenfalls geht es gut). Mit der Grammatik und den korrekten Endungen tut sich Simone meistens schwer; gerne wählt er gravitätische lateinische Formen (sequere, finitote), die aber oftmals überhaupt nicht passen (tibi gratulor del manducamini; il manducamini; in irascimini, del conjungimini, parcetote). Hin und wieder gelingen auch manche Bildungsreminiszenzen (ab ortu solis, in vino veritas, tibi gratias, ergo, per exemplum), doch meistens geht es daneben (talis pater, talis filius o filias statt qualis pater, paribus cum paris für Gleiches mit Gleichem, cose naturalibus, lo scroccamini usw.). Nicht umsonst entgegnet ihm Varner, der ihn durchschaut, auf seine Essenseinladung mit einem Lächeln: bel latino in verità („schönes Latein, fürwahr“) und auf das Proverbium Post prandiu stabis, post cena ambulabis: è un latin che vi piace („Dieses Latein gefällt euch!“). Insbesondere in seiner Arie (Nr. 6) Falsus est, che amor sit grassiert die Pseudolatinität: Natus Amor est cum mundus ergo vecchius tamquam cuccus (vgl. die italienische Redewendung vecchio come il cucco). Auch Cupido, der (ganz konkret und sexuell gemeint) entra dentro pian pianino (schleicht sich sachte ein), wird lateinisch konjugiert (cupio, cupis) und damit auch etymologisiert; sogleich geht der Schulmeister aber wieder zur Lieblingsbeschäftigung über: in un dolce manducamus. Den Vogel schießt Simone mit einem völlig entstellten Vergil-Zitat ab: infan regina jubas; gemeint ist natürlich Aeneis II/3: Infandum, regina, iubes renovare dolorem, „einen unsäglichen Schmerz, o Königin, befiehlst du zu erneuern“. In diesem Sinne: Bel latino in verità!


Thomas Lindner


1. August 2010

"Rossini in Wildbad" 2010 - ein Rückblick

Wieder ist ein Rossini-Festival in Bad Wildbad vorüber, aber in der Erinnerung lebt es fort.


Umschalten in den Vollbildmodus ist möglich

Rossinis Oper „Cenerentola“ machte in der neuen Spielstätte, der umgebauten Trinkhalle im Kurpark, den Anfang. Hier wurde auch „Le Siège de Corinthe“, Rossinis erste große französische Oper, konzertant mit großem Erfolg aufgeführt und vom SWR aufgezeichnet. Das Königliche Kurtheater im Kurpark wiederum bildete den schmucken Rahmen für kleinere Inszenierungen wie die „Malibran-Kadenzen“, Klavierstücke unter anderem von Ignaz Moscheles mit den „Gems à la Malibran.“ Außerdem wurde hier die modern und ironisch inszenierte kleine Oper „Adelina“ von Pietro Generali gegeben. Letzterer war ein Zeitgenosse Rossinis, daher lag es nahe, einen Prolog „Rossini erobert die Oper“ mit Auszügen aus Gioachino Rossinis frühen Opern zu entwerfen, szenisch einzurichten und der „Adelina“ voranzustellen. So wurde Rossinis Eroberung der italienischen Opernwelt und seine Auseinandersetzung mit damaligen Erfolgskomponisten wie Generali deutlich. Die Veranstaltung wurde am gleichen Tage zeitversetzt im Radio übertragen.


Alle Aufführungen wurden freundlich aufgenommen, zum Teil enthusiastisch vom Publikum gefeiert. Weitere Programmpunkte des unter dem Motto „200 Jahre im Rampenlicht – Gioachino Rossini“ stehenden Festivals waren „Duetti Buffi: Unsterbliche Buffoszenen“ und ein „Chopin-Zyklus III“. Über die einzelnen Produktionen soll noch in diesem Blog berichtet werden. (Wir freuen uns über weitere Beiträge, die an die Adresse rf@belcantoblog gesendet werden können. Auch Kommentare zu diesem Festival sind sehr willkommen).


Aber das Festival lebt nicht nur von seinen Aufführungen, sondern auch durch die Mitwirkenden und treuen Besucher. Einige Sänger waren sehr jung, wenn auch schon bei Gesangswettbewerben ausgezeichnet, mit Bühnenerfahrung und bei Intendanten europaweit, teils weltweit, begehrt. Auf der anderen Seite standen erfahrene und berühmte Solisten wie Bruno Praticò, Lorenzo Regazzo und Michael Spyres, deren Unterstützung für die Jüngeren wichtig ist. Eine „Masterclass“, diesmal wieder unter der Leitung von Raúl Giménez, und andere Formen der Zusammenarbeit zwischen den Künstler-Generationen haben Tradition in Bad Wildbad, ein Verdienst des langjährigen Festival-Chefs Jochen Schönleber, dem man auf Schritt und Tritt begegnete, oft in Eile, mit dem Fahrrad unterwegs und stets im Einsatz, auch wenn es darum ging, sich persönlich um einzelne Mitglieder des künstlerischen Stabes zu kümmern. Die Mannschaft besteht ja nicht nur aus den im Rampenlicht stehenden Sängern, sondern es gehören Chor- und Orchestermitglieder, technische Mitarbeiter, Kameramänner auf wackligen Tischen balancierend, Beleuchter und andere Theaterschaffende dazu – vor und hinter der Bühne.

Staunt ein Gast über das herrliche, 1864 erbaute und in den letzten Jahren restaurierte Kurtheater, kann er sich hilfesuchend an den Vorsitzenden des „Fördervereins Kurtheater Bad Wildbad e. V.“ Herrn Dr. Peterson wenden, der alles über die Geschichte dieses Kleinods weiß.


Mittendrin und überall präsent: die Besucher. Sie kommen aus Deutschland, England, Frankreich, den Niederlanden, Italien und sonst woher. Viele kennen sich seit Jahren. Es gibt herzliche Begrüßungen, wenn man sich im Theater, im Kurpark, auf dem Sommerberg oder im Wildbader Hof begegnet, wo der Wirt sich umsichtig um seine Gäste kümmert, gelegentlich auch ein uriges Gewölbe für die fröhliche Schar öffnet und ungemein heiße Teller mit wahlweise sehr großen oder großen Portionen auf den Tischen ablädt. Technisch ist das Publikum bestens ausgestattet und meist mit kleinen Digitalkameras ausgerüstet, die hochgereckt werden und um die Wette zu blinken scheinen - natürlich nicht während der Aufführungen.


Fast bilden die Künstler und ihr Publikum eine Einheit in Bad Wildbad. Jedenfalls kann diese Illusion entstehen, begegnen sie sich doch auch – zufällig - in gemeinsamen Hotelunterkünften oder – geplant – bei gastronomischen „Events“, wenn beispielsweise nach der Opern-Vorstellung im schmucklosen Pausenraum der Neuen Trinkhalle flugs ein Büffet aufgebaut wird, nach dem Essen dann plötzlich das Piano erklingt und ein Sänger nach dem anderen eine kleine improvisierte Gala-Einlage gibt: Da erklingt schon mal ein im Finale mehrstimmig geschmettertes „O sole mio“. Aber das ist noch nicht alles: Animiert von diesen Klängen wollen die Besucher nicht nachstehen und versuchen sich an deutschem Volksliedgut, was noch am nächsten Tag für viel Spaß sorgt – ein Beweis dafür, dass das „Festival“ zu Bad Wildbad gehört und sich eigentlich um seine Zukunft keine Sorgen machen müsste, jedenfalls was das Interesse der Belcanto-Liebhaber angeht. Der Kreis dieser Opernfreunde wird ständig erweitert, man informiert „Neue“ über Aufführungen und Komponisten, weckt deren Interesse und darf manchmal sogar damit rechnen, dass der eine oder andere Kunstsinnige aus Baden-Baden, Rastatt oder einem nördlichen Bundesland nach dem ersten Kennenlernen nicht genug hat, sondern im nächsten Jahr mit seinen Freunden oder seiner Belegschaft wiederkommen möchte.


Der große Einsatz auch der Deutschen Rossini Gesellschaft, insbesondere durch deren kompetenten Geschäftsführer und anerkannten Rossini-Spezialisten Reto Müller darf nicht unerwähnt bleiben, besonders was das diesjährige Festival angeht. Er hielt den „Festvortrag“ über den Namensgeber des Festivals, schrieb oder übersetzte viele Beiträge in den Programmheften, besorgte die Auswahl der Musikstücke in „Rossini erobert die Oper“ und schuf nicht zuletzt mit einer zweisprachigen Übertitelung der Opern etwas vollkommen Neues. Hier fand der Opernfreund nicht nur eine spannende wörtliche Übersetzung des Librettos vor, sondern konnte sich auch in den Urtext einlesen – das war selbst für diejenigen lohnend, die zwar häufig italienischen oder französischen Arien lauschen, diese Sprachen aber nicht beherrschen.


Vor dem Palais Thermal steht jetzt die Bronzestatue des alternden, in Bad Wildbad Heilung suchenden Rossini. Viele Gäste lassen sich mit Rossini fotografieren, einer der „Beweise“, dass der Italiener in Bad Wildbad „angekommen“ ist. Andere schlemmen Eis oder genießen die Schwarzwälder Kirschtorte, die es besonders köstlich im Café Winkler gibt. Bei den beliebten Damen- und Herren-Ausstattern gibt es ein Wiedersehen, im Thermalbad oder oben auf dem Sommerberg. Regelmäßig kommt die Stadtbahn aus Karlsruhe oder Pforzheim auf lärmgedämmten Schienen „eingeschwebt“ und spült einen Besucherschwarm in das verträumte Städtchen, das während des Festivals aufzublühen scheint, trotz unübersehbarer Leerstände in einigen Geschäften, wohl bedingt durch die Wirtschaftskrise. Morgens läuten sanft die Kirchenglocken, langsam ziehen die Dunstschleier himmelwärts und geben die Sicht auf die Berge frei. Dem Genuss konnte das diesjährige Regenwetter nichts anhaben. Bis zum nächsten Mal!


Astrid Fricke (Text); Reiner Fricke (Video)

29. Juli 2010

Presseschau "Rossini in Wildbad" 2010 - aktualisiert am 31. Juli

Zehn gute Gründe, „Rossini in Wildbad“ zu besuchen
In knapp drei Wochen hebt sich der Vorhang: Das Festival Rossini in Wildbad zeigt im 22. Jahr seines Bestehens zum ersten Mal eine der populärsten Opern Rossinis, La Cenerentola. Pressereferentin Ulrike Albrecht nennt zehn triftige Gründe, warum man die Veranstaltungen in Bad Wildbad keinesfalls verpassen sollte:... mehr


Rossini in Wildbad: Anspruchsvolle Pläne trotz Finanznot
Trotz Finanznot hat Jochen Schönleber, Intendant von „Rossini in Wildbad“, anspruchsvolle Pläne für das Festival ... mehr


Klein aber fein: Rossini in Wildbad
Nicht nur in Bayreuth, sondern auch anderswo in Deutschland gibt es spannende Opern-Festivals. So wie in Wildbad, wo auch seltene Rossini-Stücke aufgeführt werden.... mehr


 

Bad Wildbader Trinkhalle wird zum Opernhaus
90 Meter lang und 16 Meter breit: Die Trinkhalle in Bad Wildbad ist ein Raum mit ungewöhnlichen Proportionen. Ein langer Schlauch, schlicht und streng im Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten; Nüchtern, weiß und vor allem licht durch die elf raumhohen Fenster rechts und links. All das prädestiniert das denkmalgeschützte Gebäude von 1933/34 nicht unbedingt zum Theatersaal: Denn ein Theater muss dunkel sein – und irgendwie auch überschaubar. Doch Bühnenbildner Anton Lukas ist es gelungen, die historische Trinkhalle in ein Festspielhaus zu verwandeln....mehr

s. auch hier im Blog den Beitrag zu
Rossini und die Freude am Leben


Ein Bericht über alle drei Opern:

Rossini in Wildbad 2010 - 23.-25.7.2010:

Auch im 22. Jahr des Bestehens ist das nach Pesaro bedeutendste Rossini-Festival im Nordschwarzwald noch nicht auf Werk-Wiederholungen angewiesen, bietet das Oeuvre des Bonvivants doch immer noch neue Anreize, vor allem auch von kritisch revidierten Neuausgaben und Original-Rekonstruktionen....mehr


Rossini - La Cenerentola:




«Rossini in Wildbad» überzeugt mit Neuentdeckungen
Bad Wildbad (dpa) Eine Aufführung von Gioacchino Rossinis komischer Oper «La Cenerentola» (Aschenputtel) sollte am Sonntag die 22. Auflage des Belcanto-Festivals «Rossini in Wildbad» beschließen. Stürmischer Beifall der aus ganz Europa angereisten Fan-Gemeinde begleitete die 18 musikalischen Veranstaltungen. ...mehr

Aschenputtel ohne Fee in Bad Wildbad
Aufregende Musik, eine stimmige, unaufwendige Inszenierung, Festspiel-Stimmung ohne Stars: „Rossini in Wildbad“, das unter Kennern hoch gehandelte Belcanto-Festival, startete am Donnerstagabend mit einem der gelungensten Werke des Meisters der Opera Buffa....mehr

Kündet vom Glück wahrer Liebe: "La Cenerentola" bei "Rossini in Wildbad"
Der tief gestaffelte Zuschauerraum der Neuen Trinkhalle in Bad Wildbad war gut gefüllt, als diese bislang ungenutzte Spielstätte jetzt für das Belcanto-Festival „Rossini in Wildbad“ mit einer Inszenierung der komischen Oper „La Cenerentola“ eingeweiht wurde. Um das (gegenüber dem Kurhaus) deutlich erhöhte Fassungsvermögen des Raumes auslasten zu können, wählten die Veranstalter ein „sicheres“ Stück....mehr

Mit Rossini auf du und du
Wildbad: "La Cenerentola" und "Die Belagerung von Korinth".
Wieder also bei "Rossini in Wildbad", dem kleinen, aber feinen Festival im Nordschwarzwald. Wieder also auch unter den vielen beschlagenen Rossinianern, die jede seiner Noten zu kennen scheinen, die mit Gioachino Rossini sozusagen auf du und du sind.....mehr


Rossini - Le Siège de Corinthe



Unbändiger Freiheitswille: Rossinis französische Oper "Le Siège de Corinthe"
Eines selten gespielten Werkes Giacchino Rossinis widmete man sich bei „Rossini in Bad Wildbad“ in der kaum zu hörenden Pariser Originalfassung: „Le Siège de Corinthe“ – „Die Belagerung von Korinth“– in Bad Wildbad konzertant aufgeführt, ist eine Tragische Oper von beachtlichen Dimensionen, welche eine wechselvolle Aufführungsgeschichte erfuhr.....mehr

Belcanto Opera Festival in Bad Wildbad: “Le siège de Corinthe” von Gioacchino Rossini (Aufführung: 23. 7. 2010)
Das 22. Rossini-Festival in Bad Wildbad vom 9. – 25. Juli 2010 hatte auch in diesem Jahr eine Rarität des großen Belcanto-Komponisten auf dem Spielplan: „Le siège de Corinthe“ („Die Belagerung von Korinth“)....mehr

Ein "Meilenstein im Schaffen Rossinis"
Das diesjährige BelCanto Festival "Rossini in Wildbad" hat mit der konzertanten Aufführung von Gioachino Rossinis Oper "Le Siège de Corinthe" –– die Belagerung von Korinth –– ein umfangreiches und schwieriges Werk gemeistert. ....mehr
 

Generali - Adelina:
   


Pforzheimer Regisseur Kay Link inszeniert bei "Rossini in Wildbad"
 „Als ich den Text von Generalis Oper ,Adelina’ gelesen hab, war ich mir anfangs etwas unsicher, ob die Geschichte für den heutigen Zuschauer von großem Interesse ist“. Kay Link, der die Opernrarität bei „Rossini in Wildbad“ inszeniert, hat aber schnell erkannt, dass neben dem historischen Interesse an dieser Oper auch die Handlung die Besucher ansprechen kann. „Die schweizerische Idylle, die im Libretto beschworen wird, hat mich von Anfang an stutzig gemacht. ....mehr

Generalis unbekannte Oper "Adelina" in Bad Wildbad
Dem Tragischen können – Aristophanes wusste das bereits und hat das vor zweieinhalbtausend Jahren virtuos in die Tat umgesetzt – durchaus auch komische Seiten abgewonnen werden. Dass durch Veralberung, ja durch puren Klamauk vieles überdeckt wird, manche Regung des Herzens völlig unverdient der Lächerlichkeit preisgegeben, das gehört manchmal zu den Schattenseiten unserer auf Comedy-Flachheiten abonnierten Zeit. Keine geschliffene und durchaus angemessene Ironie war es, sondern reichlich überdrehte „Lustigkeit“, die der Aufführung der Oper „Adelina“ im restaurierten Königlichen Kurtheater Bad Wildbad ihr Gepräge gab....mehr


Duetti buffi - Bruno Praticò und Lorenzo Regazzo:




Übersprudelnde Sangesfreude Minutenlanger Jubel um Bruno Praticò und Lorenzo Regazzo zum Abschluss des Rossini-Festivals in Bad Wildbad ....mehr

Bestechende Mimen Sie sind nicht nur die großartigen Komödianten, sondern auch außergewöhnliche Sänger, denn beide haben einen wunderbaren Bass. Und die Kenner wissen: Bruno Praticò und Lorenzo Regazzo im Doppelpack auf der Bühne sind nicht zu überbieten....mehr

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Rossini verleiht Belcanto-Preis

Mit einem überfüllten Abschlusskonzert im Kurtheater endete beim Festival „Rossini in Wildbad“ die Arbeit der diesjährigen Akademie Belcanto unter Leitung des Startenors Raúl Giménez....mehr



Fotos: "Rossini in Wildbad"